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Arbeiten in der Natur: Was es für Seele und Körper bedeutet

Es mag auf den ersten Blick esoterisch klingen, scheint jedoch einen wahren Kern zu beinhalten: In der Natur ist der Mensch sich selbst am nächsten. Das spüren Frauen und Männer nicht nur beim Wandern oder Waldbaden, sondern auch bei vollwertiger und naturnaher Ernährung. Was Boden und Gewächse zu geben haben, machen sich Gartenfreunde daher bereitwillig zunutze. Warum das tatsächlich gut tut, zeigt dieser Überblick.

Gartenarbeit kann erden

Im ganz gewöhnlichen Alltag ist der Mensch heute oft weit entfernt von dem, was allgemein als ursprünglich bezeichnet wird. Die Arbeit mit digitalen Medien, das Leben in Wohnungen hoch über dem Boden und auch der Kontakt mit unnatürlichen Materialien können für eine gewisse Entfremdung sorgen und zusätzlich auslaugend wirken. Ausgleich suchen viele Menschen daher in der Natur. Wer nach einem langen Arbeitstag in Wald und Garten unterwegs war, weiß um die vitalisierenden Effekte, die sich dabei ergeben.


Näher als im eigenen Garten kommt der Mensch der Natur kaum. (Quelle: summa (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Bei der Gartenarbeit funktioniert das ganz ähnlich. Hier ist der Mensch aktiv und beschäftigt sich mit ursprünglichen und nicht-künstlichen Dingen. Auch das aktive Gestalten mit den eigenen Händen und teilweise sogar unter vollem Körpereinsatz fördert positive Gefühle und hebt die Stimmung. Laut abendblatt.de untersuchten Forscher vor wenigen Jahren sogar, wie sich Gartenarbeit auf die Seele auswirken kann und vermuteten einen lindernden Effekt bei Depressionen.

Zusätzlich mahnt Gartenarbeit zur Achtsamkeit. Pflanzen wachsen schließlich nicht von heute auf morgen und sogar die kleinste Kirsche benötigt viele Wochen, bis sie sich reif vom Baum pflücken lässt. Hier ist der Hobbygärtner gefragt, regelmäßig pflegend und unterstützend zu wirken. Wer seinen Garten vergisst und wenig achtsam mit der darin befindlichen Natur umgeht, wird sicher nicht glücklich mit seinen Erträgen und muss sich im Sommer über viel zu früh verwelkte Blüten ärgern.

In einem reich blühenden und grünenden Garten wird auch die Kreativität gefördert. Die Gestaltung von Beeten, die Unterteilung der Flächen mit Hecken und Sträuchern sowie das regelmäßige Pflegen der ganz persönlichen Gartenwelt fördern die Konzentrationsfähigkeit und im besten Fall sogar die geistige Flexibilität. Alles mit den Händen machen müssen Gärtner dabei aber nicht. Große Arbeiten wie das Schneiden von Hecken und Sträuchern beispielsweise fallen deutlich leichter, wenn passendes Werkzeug genutzt wird, das auch eingehenden Tests standhält. Dann nämlich artet die Gartenarbeit nicht in Stress aus und kann in vollen Zügen genossen werden.

Dem Körper mit eigenen Erzeugnissen Gutes tun

Einer der wohl schönsten Nebeneffekte achtsamer Gartenpflege ist die persönlich geschaffene Ernte. Gerade der Sommer lockt dann mit vielen frischen Obst- und Gemüsesorten wie Erdbeeren, Zucchini, Tomaten und Paprika. Etwas später im Herbst freuen sich Gartenbesitzer dann vielleicht auch über Äpfel, Birnen und Kürbisse.


Selbst geerntet: Gesünder, frischer und oft auch leckerer. (Quelle: ramszei (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Der Vorteil selbst erzeugter Gemüse- und Obstsorten aus dem eigenen Garten ist dabei nicht nur der Spareffekt, sondern auch die gesundheitlichen Aspekte. So liegt die Nährstoffdichte bei frisch geernteter Ware stets höher als bei länger gelagerten Sorten, die von Tag zu Tag Vitamine verlieren. Auch haben Gärtner es selbst in der Hand, ob sie Pestizide oder chemische Mittel einsetzen und können im besten Fall darauf verzichten. In der Küche lässt sich so ein Speiseplan erstellen, der dem eigenen Körper mehr Vitalstoffe und weniger Belastendes liefert.

Ganz besonders schön ist es auch, wenn im Garten ein großes Kräuterbeet angelegt wird. Hier können Sorten wie

  • Thymian,
  • Rosmarin,
  • Salbei,
  • Minze
  • und Basilikum

kultiviert werden. In der eigenen Küche lassen sie sich dann sowohl frisch verwenden als auch trocknen. Mit Minze beispielsweise legen Teefreunde eine perfekte Grundlage für frische und aromatische Tees ganz ohne Abfall. Hier kann sich der Gartenbesitzer seine ganz eigene kleine Teekultur schaffen und erneut auf Pestizide sowie Abfall verzichten.

Tipps für Einsteiger

Wer nun Lust darauf bekommen hat, seinen Garten in eine grüne und zusätzlich auch fruchtbare Oase zu verwandeln, wird viel zu tun haben. Schließlich gilt es, zunächst ein Konzept zu entwerfen, bei dem die eigenen Vorstellungen mit natürlichen Voraussetzungen in Einklang gebracht werden müssen. Ob im eigenen Garten Hochbeete angelegt, ein Gewächshaus aufgestellt oder größere Flächen für den bodennahen Anbau vorbereitet werden sollen, obliegt dabei selbstverständlich jedem Gartenfreund selbst.


Hochbeete eignen sich auch für Einsteiger gut. (Quelle: congerdesign (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Während der Anfangszeit lohnt es sich, auf Expertenrat zu setzen und schon die Bodenvorbereitung sinnvoll zu gestalten. Gründüngung beispielsweise sorgt für eine nährstoffreiche Grundlage und auch der Schichtaufbau im Hochbeet muss einem bestimmten Muster folgen. Darüber hinaus ist es wichtig, die sogenannte Fruchtfolge zu kennen, um bei der Pflanzung von Gewächsen schon ab dem ersten Jahr eine sinnvolle Reihenfolge festzulegen. Wird die Fruchtfolge vernachlässigt, kann das zu verringertem Wachstum und magerer Ernte in der Zukunft führen. Einen interessanten Artikel hierzu hat ndr.de veröffentlicht.

Und letztlich ist es nur sinnvoll, langsam zu starten und sich nicht zu überfordern. Komplizierte und äußerst anspruchsvolle Gewächse sollten im ersten Gartenjahr besser nicht kultiviert werden. Deutlich besser ist es, mit einfachen Klassikern wie Radieschen, Kräutern oder auch Gurken zu beginnen und sich erst später an komplexere Themen heranzuwagen. Nach einer Weile ist das persönliche Gartenwissen dann auf stattliche Größe angewachsen und auch Schädlingen oder Krankheiten kann professionell entgegengewirkt werden.

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