Wissenswertes

Mit Chai durch den Herbst

Chai: Mit guter Laune durch den Herbst

Chai-Masala ©Slast-Depositphotos.com
Masala-Chai ©Slast-Depositphotos.com

Der Herbst hat seinen ganz eigenen Zauber. Wenn die Luft tagsüber schon recht kühl ist und es draußen zeitig dämmert, ziehen sich die Menschen wieder häufiger in ihre Wohnungen zurück. Die Heizung wird aufgedreht, der Kamin angezündet und das Aroma von heißem Tee streichelt unsere Seele. Chai, der Gewürztee, ist inzwischen so beliebt, dass man ihn hierzulande schon als Klassiker bezeichnen kann. Doch woher kommt diese besondere Getränkeart? Gibt es eine traditionelle Zubereitungsweise? Und: Was verbirgt eigentlich sich hinter dem Trendgetränk Chai-Latte?

Wie das Getränk nach Europa kam

Während holländische Seefahrer mit den ersten Blättern des Schwarz- und Grüntees gleichzeitig auch den Begriff “Tee” nach Europa holten, kamen die Blätter fernöstlicher Teeplantagen unter der Bezeichnung “Chai” über den Landweg, das heißt über die Seidenstraße nach Indien, Arabien, Russland sowie das Osmanische Reich nach Europa. In seiner ursprünglichen Form bedeutet der Begriff “Chai” also nichts anderes als “Tee”.

Indischer Gewürztee Masala Chai

Bei dem in Deutschland angebotenen Chai Tee handelt es sich in den meisten Fällen um Masala Chai, einen indischen Gewürztee. Das aromatische Aufgussgetränk ist immer eine Mischung aus schwarzem Tee mit allerlei exotischen Gewürzen, allen voran Kardamom, Zimt, Ingwer und Nelken. Daneben gibt es bei der Wahl der Zutaten eine große Bandbreite. In Südostasien und in Indien wird das Getränk traditionell mit Milch, Zucker oder Honig zu jeder Zeit getrunken. Ein festes Rezept oder ein spezielles Zubereitungsritual gibt es nicht. Beinahe jede indische Familie besitzt ihr eigenes, gut gehütetes Teerezept. Zudem gibt es unzählige Straßenverkäufer, die sogenannten Chaiwalas, die an fast jeder Ecke Chai zum Kauf anbieten.

Exotisch und wärmend

Chai-Gewürze ©matka_Wariatka-fotoila.com
Gewürze ©matka_Wariatka-fotoila.com

Chai kann man selbst herstellen. Allerdings ist der Aufwand ziemlich hoch und die Auswahl der passenden Gewürze erfordert viel Fingerspitzengefühl sowie jede Menge Erfahrung. Schnell kann es passieren, dass der Geschmack nicht wie gewünscht ausfällt. Experimentierfreudigen Teeliebhabern, die es trotzdem ausprobieren möchten, schmackhaften Gewürztee selbst zu zaubern, empfehlen wir, die Gewürze immer einzeln zuzugeben. Neben dem bereits genannten Kardamom, Zimt, Ingwer und Nelken, bieten sich auch typische Küchengewürze, wie Sternanis, Pfefferkörner oder Muskat an. Bei der Wahl des Schwarztees sollte man darauf achten, dass dessen Aroma den Duft und Geschmack der Gewürze nicht überdeckt.

Genießer, die auf Nummer sicher gehen möchten, greifen besser zu harmonisch aufeinander abgestimmten Chaimischungen und verfeinern diese mit Honig, Sirup, weißem oder braunem Zucker.

Ob selbst hergestellt oder als Mischung: Die Gewürze bestimmen letztendlich, welches Aroma der Tee entfaltet, ob er mild oder scharf schmeckt. Viele der verwendeten Gewürze wärmen den Körper von innen und ihre Vielfalt bietet immer wieder neue Geschmackserlebnisse.

Vom Trend zum Kultgetränk: Chai-Latte

Viele Cafés und Bars haben seit einiger Zeit Chai-Latte im Angebot. Die Basis dieses wohlschmeckenden Heißgetränks ist Instant-Chaipulver, welches mit heißer Milch aufgegossen wird. Je nach Vorlieben kann die Milch auch aufgeschäumt sein. Verfeinert wird das Ganze dann mit Sirup, Honig oder Zucker. Neben dieser klassischen Version gibt es inzwischen auch Chai Latte mit Mango, Vanille, mit Grüntee, mit Schokolade, vegan und laktosefrei. Einfach aufgießen, verrühren… lecker!

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